Verfahrenstechnische Prozesse lassen sich in wiederkehrende Grundoperationen zerlegen. Ihre gezielte Kombination bildet den Kern jeder Anlagenplanung; das Denken in Grundoperationen erlaubt es, sehr unterschiedliche Prozesse mit denselben Grundprinzipien auszulegen.

Mechanische Grundoperationen

Veränderung von Form, Größe oder Trennung ohne Stoffumwandlung: Zerkleinern, Klassieren, Mischen/Rühren, Fördern sowie mechanische Trennung (Filtrieren, Sedimentieren, Zentrifugieren). Kenngrößen sind u. a. Partikelgröße, Dichte- und Viskositätsunterschiede; für die Strömung ist die Reynolds-Zahl (Re) maßgeblich (Übergang laminar/turbulent).

Thermische Grundoperationen

Trennung/Umwandlung über Wärme und Phasengleichgewichte: Wärmeübertragung, Verdampfen/Kondensieren, Destillieren/Rektifizieren, Trocknen, Absorption/Adsorption. Typische Auslegungsgrößen:

Grundlage ist die Kenntnis der Stoffdaten — Siedepunkt, Dampfdruck/Dichte, Wärmekapazität.

Chemische Grundoperationen

Hier findet die Stoffumwandlung statt: Reaktionsführung im Reaktor, Neutralisation, Fällung. Reaktionswärme, Umsatz und Verweilzeit bestimmen Auslegung und Sicherheit (siehe Prozesssicherheit).

Bilanzen als Werkzeug

Jede Auslegung stützt sich auf Stoff- und Energiebilanzen: Was hineingeht, kommt (unter Berücksichtigung von Umsatz und Verlusten) auch wieder heraus. Aus den Bilanzen ergeben sich Ströme, Apparategrößen und Energiebedarf. Für Abschätzungen liefern die Rechner im Wissen-Hub Bausteine — etwa Einheiten-Umrechner, ppm ↔ mg/m³ und Gasdichte; Stoffwerte liefert die Stoffdatenbank.

Einordnung

Konzeption, Auslegung und Bewertung verfahrenstechnischer Anlagen begleiten wir im Rahmen der Leistung Verfahrenstechnik.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel dient der fachlichen Orientierung und ersetzt keine Beurteilung im Einzelfall; verbindlich sind die jeweils geltenden Rechts- und Regelwerke in ihrer aktuellen Fassung.

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