Gasvolumen und Volumenströme zwischen zwei Zuständen umrechnen — etwa Betriebsvolumen ↔ Normvolumen (Nm³) für Bilanzen, Emissionsangaben und Auslegung — oder das Volumen einer gegebenen Stoffmenge bzw. Masse bei wählbarer Temperatur und Druck (V = n·R·T/p). Formel, Bezugsbedingungen und Grenzen sind unter dem Rechner dokumentiert.

Standard-Beziehung (ideales Gas) — Bezugsbedingungen beachten

Ideale-Gas-/Normvolumen-Umrechnung

Umrechnung idealer Gase: Volumen/Volumenstrom zwischen zwei Zuständen (Druck/Temperatur) — etwa Betriebs- ↔ Normvolumen (Nm³, DIN 1343: 0 °C, 1013,25 hPa) — oder das Volumen einer gegebenen Stoffmenge bzw. Masse bei wählbarer Temperatur und Druck.

Modus

Volumen bei Zustand 2:

Zustandsänderung: V₂ = V₁ · (p₁/p₂) · (T₂/T₁) — T in Kelvin, p₁/p₂ als Verhältnis (gleiche Druckeinheit).
Stoffmenge/Masse: V = n · R · T / p mit n = m/M, R = 8,314 J/(mol·K), T in Kelvin, p absolut. Ideales Gas.

Hinweis: Das Ergebnis dient der ersten Orientierung und ersetzt keine sicherheitstechnische Beurteilung im Einzelfall; es ist kein Gutachten. Für verbindliche Aussagen sind die konkreten Stoff- und Betriebsdaten sowie die einschlägigen Regelwerke heranzuziehen.

Dokumentation & fachlicher Hintergrund

1.  Formeln (zwei Modi)

Modus „Zustandsänderung": aus dem idealen Gasgesetz (p·V/T = const bei konstanter Stoffmenge) folgt für dieselbe Gasmenge bei zwei Zuständen (Druck/Temperatur):

V₂ = V₁ · (p₁ / p₂) · (T₂ / T₁)

mit den Temperaturen T in Kelvin (T[K] = ϑ[°C] + 273,15) und den Absolutdrücken p₁, p₂. Der Druck geht als Verhältnis ein — die Druckeinheit kürzt sich, solange beide Drücke dieselbe Einheit tragen. Gilt gleichermaßen für Volumenströme (z. B. m³/h).

Modus „Gasvolumen aus Stoffmenge/Masse": das Volumen einer definierten Gasmenge bei einem einzelnen Zustand direkt aus dem idealen Gasgesetz:

V = n · R · T / p,   n = m / M

mit der Stoffmenge n [mol] (oder Masse m [g] geteilt durch die Molmasse M [g/mol]), der universellen Gaskonstante R = 8,314 J/(mol·K), T in Kelvin und dem Absolutdruck p. Zur Kontrolle: 1 mol ideales Gas nimmt bei Normbedingungen (0 °C, 1013,25 hPa) das molare Normvolumen Vₘ ≈ 22,414 L ein. Das Ergebnis wird zusätzlich als Normvolumen (DIN 1343) ausgewiesen.

2.  Normbedingungen

Das Normvolumen (Nm³) bezieht sich nach DIN 1343 auf 0 °C (273,15 K) und 1013,25 hPa. Die Schaltflächen „= Normbedingungen" setzen diese Werte (Zustand 2 bzw. T/p im Mengenmodus). Andere Konventionen (z. B. 25 °C nach ISO/DIN ISO für Standardbedingungen) lassen sich durch freie Eingabe des Zustands 2 abbilden.

3.  Annahmen & Grenzen
  • Ideales Gas: sehr gute Näherung bei Umgebungsbedingungen; nahe Kondensation oder bei hohen Drücken treten Realgas-Abweichungen auf.
  • Absolutdruck verwenden: nicht den Über-/Relativdruck. Gegebenenfalls Umgebungsdruck addieren.
  • Trockenes/feuchtes Gas: bei feuchten Gasen ist der Wasserdampfanteil gesondert zu berücksichtigen (Normvolumen häufig auf trockenes Gas bezogen).
  • Konstante Stoffmenge: gilt für dieselbe Gasmenge; keine Reaktion/Zu- oder Abfuhr.
4.  Quellen & Stand

Ideales Gasgesetz (Gesetze von Boyle-Mariotte und Gay-Lussac); Normbedingungen nach DIN 1343 (0 °C, 1013,25 hPa).

Standard-Beziehung (ideales Gas) — allgemein anerkannte physikalische Beziehung.

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